25. Mai 1970

Ehrenzeichen der deutschen Ärzteschaft für Hans Mohl

Dr. med. Hedda Heuser-Schreiber gratuliert dem Preisträger Dr. h.c. Hans Mohl 1970 in Meran. Mohl hatte soeben das Ehrenzeichen der Deutschen Ärzteschaft erhalten.
Foto: Hofmann-Kirch
Dr. med. Hedda Heuser-Schreiber gratuliert dem Preisträger Dr. h.c. Hans Mohl 1970 in Meran. Mohl hatte soeben das Ehrenzeichen der Deutschen Ärzteschaft erhalten.
Foto: Hofmann-Kirch
Hans Mohl, Journalist des Zweiten Deutschen Fernsehens, wurde in der Plenarsitzung des 73. Deutschen Ärztetages am 25. Mai 1970 in Stuttgart mit dem Ehrenzeichen der deutschen Ärzteschaft ausgezeichnet. Prof. Dr. Ernst Fromm würdigte bei der Verleihung die Verdienste, die sich Hans Mohl um das Gesundheitswesen und um die medizinische Wissenschaft erworben hat. Die Ärzteschaft ehrt mit Hans Mohl zugleich die Vielzahl seiner Mitarbeiter in Technik und Redaktion.

In seiner verantwortungsvollen Tätigkeit als Leiter der Redaktion „Gesundheit und Natur“ des ZDF seit 1963 unterstützt Hans Mohl hervorragend das Bemühen der Ärzte, die Bevölkerung von der Notwendigkeit einer sinnvollen Gesundheitserziehung und einer wirkungsvollen Gesundheitsvorsorge zu überzeugen. Hans Mohls Initiative ist insbesondere die Sendereihe „Gesundheitsmagazin – Praxis“ zu verdanken, die seit 1964 mit bisher 83 Folgen ausgestrahlt wurde.

Ebenfalls bereits 1964 begann Mohl mit seiner „Aktion Sorgenkind“, einer Spendenaktion, die bis heute nahezu 16 Millionen D-Mark für geistig und körperlich behinderte Kinder eingebracht hat. Für diese Hilfe sind nicht nur die betroffenen Eltern, sonder auch die Ärzte dankbar, die diese Kinder betreuen.

„Medizin im Gespräch“ ist eine weitere Sendereihe, für die Hans Mohl verantwortlich zeichnet. Mit kurzgefassten praktischen Ratschlägen zur Gesunderhaltung und vorsorge, die das Zweite Deutsche Fernsehen seit kurzem wöchentlich einmal in Form von „Gesundheitsspots“ ausstrahlt, hat Mohl weitere Wege für eine systematische Gesundheitserziehung der Bevölkerung aufgezeigt.

Hans Mohl ist schon in den fünfziger Jahren mit einer Fernsehdokumentation über das Unfallrettungswesen hervorgetreten. Der Titel dieser Sendung lautete: „Sie könnten noch leben.“ Dieser Satz ist ihm Ansporn und Verpflichtung für sein Wirken geworden. PdÄ

Quelle: Ärztezeitung, Heft 24 vom 13. Juni 1970